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Sächsische Zeitung, 03.05.2002

Lebenswerk Bergsteigerchor

Werner Matschke feiert heute 70. Geburtstag

Von Peter Salzmann

Engagiert für den Chorgesang: Werner Matschke.
Engagiert für den Chorgesang: Werner Matschke.
Sein Gang ist beschwerlich geworden: Die Knie versagen ihm den Dienst. Einst Schwarzschopf, jetzt meliert - in Ehren ergraut. Aber vor seinem Chor steht er aufrechter denn je: breitschultrig, selbstbewusst, kompetent: Heute feiert Chordirektor Werner Matschke seinen 70. Geburtstag. Er ist seit 40 Jahren Künstlerischer Leiter des Sächsischen Bergsteigerchores "Kurt Schlosser" Dresden und begeht mit ihm den 75. Jahrestag seiner Gründung.

Über 100 Kompositionen und Arrangements

Die 136-köpfige Vokalgemeinschaft ist sein Lebenswerk. Über 100 Kompositionen und Arrangements stammen aus Matschkes Feder; Lieder, die auch von anderen Chören im In- und Ausland gesungen werden. Sein Verdienst ist es vor allem, längst vergessene Berglieder so arrangiert zu haben, dass sie auf den Konzertbühnen für eine Publikumsresonanz sorgen die ihresgleichen sucht.

Wer Werner Matschke in den Proben beobachtet, weiß um seine Unerbittlichkeit. Er kann grantig werden, hat Augenmerk auf jeden Fehler, bis er ein Klangbild erreicht, das dem Bergsteigerchor zu einem unverwechselbaren Sound verholfen hat. Nichts wird bei ihm bemäntelt - nichts ist gut genug. An Partituränderungen haben sich seine Sänger gewöhnt. Das sei ein schöpferischer Prozess, sagt er.

Werner Matschke hat in den vier Jahrzehnten seines Wirkens dafür gesorgt, dass der Bergsteigerchor eine enorme Programm-Vielfalt zu bieten hat: Berg-, Wander- und Arbeiterlieder, Volkslieder aus 17 Ländern, Musik großer Meister - überwiegend a cappella, auch mit Instrumentalbegleitung, nicht selten mit professionellen Solisten. Sein Credo: "Die Konzertbesucher müssen hin und her gerissen werden. Keine verschnulzte Heimattümelei, sondern ehrliche Musik ist gefragt." Auf die Chortradition verweisend meint er: "Wir sind es unserer Gründergeneration schuldig, ihren Kampf gegen Faschismus und Krieg nie zu vergessen."

Bergsteigerchor-Vorsitzender Carsen Jandura lobt Werner Matschkes Programm-Ideen: "Seine geschickte Liederauswahl hat uns hohe Publikumsgunst beschert und weckt immer wieder aufs Neue die Lust am Chorgesang", was der Bergsteigerchor in 14 Ländern Europas, Asiens und Amerikas, in Rundfunk, Fernsehen und Tonstudios unter Beweis stellen konnte. Kapellmeister Karl Heinz Hanicke, seit 24 Jahren im Chor an Matschkes Seite, nennt ihn "einen ausgezeichneten Chorleiter - auch dank seines Dirigentenstudiums in Leningrad". Wahrlich: Das Rimski-Korsakow-Konservatorium, vor allem Prof. Awenir Wassiljewitsch Mickailow und Prof. Elisabieta Petrowna Kudrjawzewa, haben ihn geformt. Das ist zu sehen und zu hören, wenn er russische Folklore dirigiert: beherzt, fordernd, wahrhaftig; kein Platz für falsch-pathetische Sentimentalität.

Chordirektor Werner Matschke hat sich auch als Dozent und Prorektor der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden einen Namen gemacht. Von 1969 bis 1991 gab er als Direktor dem Kulturpalast Aussehen und Profil. In dieser Zeit gingen vor weit über einer Million Besucher Veranstaltungen über die Bühnen des Hauses, die vielen in Erinnerung geblieben sind: "Rosen für unsere Frauen", "Brückenmännchen-Revue", "Schlager im Palast", "Goldener Rathausmann" und das Dixielandfestival, das Matschke maßgeblich mit aus der Taufe gehoben hat.

Künftig Dirigent und Chorpädagoge

Wenn der Sächsische Bergsteigerchor "Kurt Schlosser" am 24. November 2002 sein 75-jähriges Jubiläum im Festsaal des Kulturpalastes feiert, so sind das Matschkes letzte Konzerte als Künstlerischer Leiter eines Chores, den er wie kein zweiter geprägt hat. Sein Nachfolger wird am 1. Januar 2003 Axel Langmann sein, denn Matschke tritt als Dirigent und Chorpädagoge in die zweite Reihe. Seine Erfahrungen bleiben gefragt - auch nach seinem 70. Geburtstag und im 76. Jahr der Bergsteiger-Tradition.

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Letzte Änderung:
28.09.2006
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