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| Sächsische Zeitung, 02.03.2006 |
Träumt vom Hänsel
Marlen Herzog – eine vielseitige junge Sängerin.
Von Peter Salzmann
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Opernsängerin Marlen Herzog. |
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Magister Ludek Golat freut sich: Der Intendant des Theaters im tschechischen Ostrava hatte im November 2005 für den 40. Antonin-Dvorak-Wettbewerb in Karlovy Vary einen Sonderpreis ausgelobt, den die Dresdner Mezzosopranistin Marlen Herzog gewann. Sie brillierte mit der Arie der Iole aus der Händel-Oper "Herakles". Die kritischen Juroren, unter ihnen der Dresdner Professor Jürgen Hartfiel und der tschechische Sänger Peer Dvorsky, waren von der Interpretation der Barock-Arie derart begeistert, dass sie der Studentin Marlen Herzog den Sonderpreis zuerkannten: eine Partie am Theater Ostrava in der Spielzeit 2006/2007. Derzeit absolviert die 25-Jährige in der Opernklasse von Professor Hartmut Zabel an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden ihr Aufbaustudium, das sie im Sommer 2006 mit dem Solistenexamen abschließen will. Und die gebürtige Dresdnerin – in der Schweriner Straße zu Hause – hat sich ihre ersten Sporen bereits verdient. Sie ist Solistin im renommierten Dresdner Kammerchor unter Hans-Christoph Rademann. Er ist Mitglied im Extrachor der Sächsischen Staatsoper Dresden, sang unter den berühmten Dirigenten Giuseppe Sinopoli und Sir Colin Davis. Gegenwärtig meistert Marlen Herzog im Ensemble der Musikhochschule die Hosenrolle des Dardanus in Georg Friedrich Händels Oper "Amadigi", nachdem sie bereits in Johann Adolf Hasses "La Sorella amante" solistisch wirkungsvoll in Erscheinung trat. Ein Gastspielvertrag bindet sie für Inszenierungen in der "Kleinen Szene" an die Semperoper. Sowohl beim Bachfest in Leipzig als auch bei den Internationalen Händelfestspielen in Göttingen vertrat Marlen Herzog ihre Heimatstadt Dresden würdig. Sie begeistert auch in der Reihe "Das Lied in Dresden" ebenso, wie als Solistin der Neuen Elbland-Philharmonie. Doch die junge Künstlerin hat Wünsche: "Mein Traum wäre eine Rolle in Engelbert Humperdincks Märchenoper "Hänsel und Gretel". Was sie kann, gibt Marlen Herzog auch an andere weiter. Seit drei Jahren ist sie im sächsischen Bergsteigerchor "Kurt Schlosser" Dresden für die Stimmbildung zuständig.
en Sängern bleibt nichts erspart: "Luft anhalten, langsam ausatmen. Zieht die Schultern nicht hoch! Die Vokale heller, Konsonanten absprechen. Die Töne müssen fließen. Legato!" Ihre Forderungen sind unnachgiebig und zeigen Wirkung.
Von Dresden ist Marlen Herzog begeistert: "In enormer Vielfalt liegen hier Landschaft und Kultur einträchtig beieinander." Dass sie von der Dresdner Frauenkirche schwärmt, ist folgerichtig, denn mit dem Dresdner Kammerchor konnte sie kürzlich Bachs "Magnificat" meisterhaft zu Gehör bringen.
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