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| Sächsische Zeitung, 23.11.1999 |
Mit Jodlerbebe auf Gipfel stürmen
Bergsteigerchor lud zum traditionellen Jahreskonzert in den Kulturpalast
Von Bettina Schneider
Wissen Sie, was eine Jodlerbebe ist? Der Sächsische Bergsteigerchor "Kurt Schlosser" ließ seine Gäste im ausverkauften Kulturpalast beim traditionellen Jahreskonzert am Wochenende nicht lange im Ungewissen. Eben besagte Jodlerbebe ist die scherzhafte Bezeichnung für einen Berghut, der nach Aussage der 111 Sänger "dem Manne sehr gut steht". Das Lied "Lob auf die Jodlerbebe" ist übrigens die erste Komposition Langmanns, der neben Chordirektor Werner Matschte und Kapellmeister Karl Heinz Hanicke die Leilung des weit über Landesgrenzen hinaus bekannten Männerchores inne hat.
Der Bergsteigerchor hatte - mit seinem 60. Jahreskonzert - zu einer musikalischen Erinnerungsreise zwischen Kaukasus und Pyrenäen eingeladen. Das dargebotene Repertoire umfasste Lieder aus zwölf Ländern - gesammelt auf 19 Tourneen, die den Chor den 72 Jahren seines Bestehens durch elf Länder führten. Mit einem stimmgewaltigen und einfühlsamen Gesang setzte er sich gleich zu Beginn des Konzertes richtig in Szene. "Berge. ihr Berge" und das von Goethe stammende "Über allen Gipfel ist Ruh" wurde mit dem gewohnten sauberen und voller Hingabe interpretierten Gesang dargeboten. Kammervirtuos Werner Zeibig von der Staatskapelle Dresden (Kontrabass) und Solist Frank Schiller vom Theater Erfurt unterstützten das Ensemble hervorragend. Neben bekannten Melodien wie "Marina", "Rosa della Alpi" und dem bereits 1997 erstmals mit einem Baritonsolo in der Originalfassung gesungenem Berglied "La Montanara" gelang dem Chor mit "W dolinata na rosite - Im Tal der Rosen" eine wundervolle deutsche Erstaufführung.
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