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Sächsische Zeitung, 18.07.2006

Beifallsstürme und "La Montanara" im Park

Oppach. Rund 1 000 Gäste waren vom Konzert des Bergsteigerchores "Kurt Schlosser" begeistert.

Von Rolf Hill

Der Sächsische Bergsteigerchor "Kurt Schlosser" gastierte sehr erfolgreich im Rahmen des 10. Parksingens im Oppacher Schlosspark.
Der Sächsische Bergsteigerchor "Kurt Schlosser" gastierte sehr erfolgreich im Rahmen des 10. Parksingens im Oppacher Schlosspark.
"Solch ein Gewimmel möchte ich seh’n", sagte Bürgermeister Stefan Hornig zu Beginn des zehnten Oppacher Parksingens am Sonntagnachmittag. Sein Wunsch ging in Erfüllung: Rund 1 000 Gäste aus nah und fern hatten sich eingefunden, um die Jubiläumsveranstaltung des Oppacher Parksingens mitzuerleben. Diesmal mit einem ganz besonderen Bonbon – dem weit über die Grenzen der Landeshauptstadt bekannten Sächsischen Bergsteigerchor "Kurt Schlosser" mit seinem seit 2003 amtierenden künstlerischen Leiter und Chefdirigenten Axel Langmann.

Schon weit vor 14 Uhr füllten sich die Reihen. Es wurden sogar noch zusätzliche Sitzgelegenheiten herangeschleppt. Manch einer hatte vorsorglich schon den eigenen Klapp- oder Campingstuhl mitgebracht.

Von Folklore bis zur Klassik

Dann war es endlich so weit. Mit der musikalischen Aufforderung "Merkt auf" begann das Konzert. Die Palette der dargebotenen Lieder reichte vom typischen Berggesang über deutsche Heimatlieder und internationale Folklore bis hin zur Klassik. Immer wieder wurde der Gesang der Chorsänger mit stürmischem Beifall honoriert.

Der Chor steht selbst unmittelbar vor einem großen Jubiläum. Denn er wurde 1927, also vor 79 Jahren, im damaligen Dresdener Hotel "Stadt Petersburg" als Gesangsabteilung des Touristenvereins "Die Naturfreunde – Vereinigte Kletterabteilung Sachsen/VKA" gegründet. Seit dem 10. September 1949 trägt er den Namen Kurt Schlossers, der selbst von 1931 bis 1944 Vorsitzender des Chores war. 1943 von den Nazis verhaftet und wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" angeklagt, wurde er auf dem Hof des Landgerichts Dresden mit dem Fallbeil hingerichtet. Gegenwärtig zählt das Gesangsensemble 128 Fördermitglieder aus mehreren deutschen Bundesländern sowie rund 140 aktive Sänger. Allerdings standen die nicht alle am Sonntag auf dem Podium im Schlosspark.

Eine tolle Veranstaltung

Schon in der Pause waren die Zuhörer des Lobes für das Konzert voll: "Ich weiß aus eigener Erfahrung, welche Mühe es macht, eine solche Veranstaltung zu organisieren", versicherte Bürgermeister Günter Paulick aus der benachbarten Spreestadt Neusalza-Spremberg. "Umso mehr freut es mich, dass so viele Leute gekommen sind." Und die seien ja bisher auch in keiner Weise enttäuscht worden, setzte Günter Paulik hinzu. Er ist selbst ein leidenschaftlicher Sänger und Musikliebhaber und kennt sich somit in diesem Metier bestens aus.

Nach rund zwei Stunden ging die singende, klingende Veranstaltung zu Ende – natürlich nicht ohne Zugaben. Den Höhepunkt dabei bildete das fast schon obligatorische "La Montanara".

"Das ging unter die Haut", schwärmten Sigrun und Otto Kroemke, die in Begleitung eines Goldenen Hochzeitspaares zum Konzert gekommen waren. "Ganz toll – anders kann man es gar nicht ausdrücken." Übrigens ehrten die Künstler das Jubelpaar noch auf eine ganz besondere Art. Sie schenkten ihm eine ihrer wohl schönsten CDs mit dem Titel: "Zum Gipfel empor".

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Letzte Änderung:
28.09.2006
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