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Sächsische Zeitung, 22.11.2005

Durch das Jahr mit Liedern der Berge

Der "Kurt Schlosser"-Chor erfreut mit seinen kraftvollen Stimmen.

Von Gudrun Stabenow

Minutenlanger, rhythmischer Beifall entlockte dem Sächsischen Bergsteigerchor "Kurt Schlosser", bei seinen traditionellen Jahreskonzerten am Sonntag im Kulturpalast eine Zugabe nach der anderen. Dabei durfte "La montanara" nicht fehlen, lyrisch dargeboten von der Solistin Natalja Radzanowski. Zum Schluss fielen die 120 Sänger des Bergsteigerchores in die beliebte Melodie mit ein. Und sie bewiesen erneut, dass sie nicht nur den kraftvollen Männergesang, sondern auch die feinen Nuancen hervorragend beherrschen.

Unter Leitung ihres Chefdirigenten Axel Langmann, Chordirektor Werner Matschke und Dirigent Gernot Jerxsen führten sie das Publikum stimmungsvoll durch "Ein Jahr in den Bergen". Dieser Titel einer Uraufführung war auch das Motto der beiden ausverkauften Veranstaltungen, die erstmals von Beate Werner vom Fernsehen des Mitteldeutschen Rundfunks moderiert wurden. Die Dresdnerin, die selbst gern wandert, tritt damit die Nachfolge von Cornelia Nossek an, die 25 Jahre lang erfolgreich mit dem Chor zusammenarbeitete. Herzlich begrüßte Gäste waren die 100 Mitglieder der Chorvereinigung Zürich, die auch eine Kostprobe ihres Könnens gaben, der Schweizer Generalkonsul Hans Dürig, der Schweizer Konsul Daniel Blatter sowie Vertreter zahlreicher Vereine, mit denen der Bergsteigerchor freundschaftliche Kontakte pflegt. Begleitet von der Instrumentalgruppe unter Uwe Fink erklangen alte und neue Berglieder, darunter je zwei Ur- und Erstaufführungen. Musikalisch verneigten sich die Sänger vor ihrer "Heimat", die zu jeder Jahreszeit ihre Reize hat. Musikalisch konnten die Zuhörer einen Sonnenaufgang, einen Sonnenuntergang (Erstaufführung) und eine Sonnenwende in den Bergen erleben, untermalt von stimmungsvollen Bildern auf der Großleinwand.

Auch ein "Abendständchen" und "Die Nacht" von Franz Schubert wurden vom Chor und seinen Solisten sehr einfühlsam dargeboten. Viel Beifall erhielten Natalja Radzanowski, Holger Günzler, Heinz Pohlmann und Ferdinand Schramm für ihre besinnliche Interpretation des russischen Volksliedes "Oh, Abendklang", das sie auf Russisch und Deutsch sangen.

Nach der Pause trat die Chorvereinigung Zürich auf, bestehend aus den Badener Sängern und den Männerchören aus Erlenbach und Schlieren. Sie präsentierten ihre Lieder in den vier Schweizer Landessprachen, wofür ihnen das Publikum dankte. Mit dem gemeinsamen Auftritt des Bergsteigerchores und der Züricher Chorvereinigung fand das Konzert seinen krönenden Abschluss. "Als Freunde kamen wir, als Freunde gehen wir" sangen die insgesamt 220 Sänger.

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Letzte Änderung:
28.09.2006
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