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Sächsische Zeitung, 10.09.2003

La Montanara erklingt unweit von Gohrisch

Bergsingen mit dem Sächsischen Bergsteigerchor

Von Peter Salzmann

Bereits zum zehnten Male, davon achtmal in Folge, findet das traditionelle Bergsingen des Sächsischen Bergsteigerchores "Kurt Schlosser" Dresden auf romantischer Wiese am Fuße des Kleinhennersdorfer Steins statt.

Am Sonntag, dem 14. September, erklingen ab 15 Uhr unweit von Papstdorf und Gohrisch die schönsten Berg-, Wander- und Volkslieder aus dem umfangreichen Repertoire des von Axel Langmann, Werner Matschke und Karl Heinz Hanicke geleiteten Männerchores: urwüchsig, ohne störende Technik. Auf dem Programm steht auch das berühmte "La Montanara", das seinen Siegeszug um die Welt längst angetreten hat. Naturfreunde laden zu einer geführten Wanderung zum Konzert ein, die über zehn Kilometer von Königstein über den Pfaffenstein und die Falkenschlucht führt. Treffpunkt: 10.30 Uhr am Bahnhof Königstein.

Seit vielen Jahren wird das Bergsingen hervorragend unterstützt. Was einst Papstdorfs Ex-Bürgermeister Horst Hanzig begann, setzt Katharina Grieme als Bürgermeisterin des Luftkurortes Gohrisch im Bündnis mit der Kleinhennersdorfer Ortsvorsteherin Christine Günther engagiert fort. Katharina Grieme: "Es ist ein Erlebnis, ein Kunstgenuss für Urlauber, Einwohner und Touristen, inmitten der bizarren Felsenwelt den Chor zu hören." Bergsteigerchor-Projektleiter Gerd Arndt: "Die Zusammenarbeit ist konstruktiv und problemlos, auch mit der Agrargenossenschaft Reinhardtsdorf, die die Wiese zur Verfügung stellt."

Was einst am Dreifingerturm begann, sich am Falkenstein, im Großen Dom, am Schrammtor und auf der Wildwiese in den Schrammsteinen fortsetzte, fand am Kleinhennersdorfer Stein seine Kulmination. Die Ursache des Wechsels von der Wildwiese liegt auf der Hand: Der zunehmende Besucherstrom darf der Natur - vor allem im Nationalpark Sächsische Schweiz - nicht abträglich sein. Die Besucher wissen, dass Disziplin bei Mutter Grün vonnöten ist. Erfreulich: Zivilisation und Konsumgenossenschaft hinterlassen keine Spuren - kein Papier, keine Flocken und Dosen, nichts! Die Berglieder fordern Beifall und Lebensfreude heraus, halten die Liebe zur Natur wach. Es ist ein Phänomen: Tausende ziehen aus Richtung Papstdorf, Gohrisch, Krippen und Kleinhennersdorf zur idyllischen Bergwiese, mit Kind und Kegel zu Fuß, denn die Autos müssen abseits vom Konzertort parken.

Auch Reisebüros wissen den Magnet "Bergsingen" zu schätzen. Gaststätten im Umkreis finden zum Konzert in den Bergen großen Zuspruch; Quartiere sind ausgebucht. Das Bergsingen hat sich zu einem Volksfest entwickelt. Geschätzte Besucherzahlen liegen um die 5000, Tendenz steigend.


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Letzte Änderung:
14.09.2006
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