 |
Navigation
|
|
|
 |
| Sächsische Zeitung, 08.04.2002 |
"Als Freunde kamen wir"
3 000 Gäste begeistert vom gemeinsamen Auftritt Sächsischer Bergsteigerchöre
Von Bettina Schneider
|
|
Gemeischaftskonzert "Sächsische Bergsteiger singen" am 06.04.2002 |
|
|
Wenn der Regenbogen über Berg und Tal steht, ist es für Heimatfreunde an der Zeit, das Ränzlein zu schnüren und Wanderlieder anzustimmen. Und wenn sich dann noch vier Männerchöre zusammenfinden, die rund 3 000 Menschen in ihren Bann ziehen, kommen beide Seiten zu einem unvergleichlichen Erlebnis.
Am Sonnabend traten die Bergfinken Dresden, der Bergsteigerchor Sebnitz, der Männerchor Sächsische Schweiz und der Sächsische Bergsteigerchor "Kurt Schlosser" gemeinsam in der Mehrzweckhalle an der Bodenbacher Straße auf. Ein Novum in der 140-jährigen Geschichte sächsischer Bergkletterei, das - so versprachen die Sänger - kein Einzelfall bleiben soll. Das Repertoire der einzelnen, weit über Landesgrenzen hinaus bekannten sangesfreudigen Männergruppen ist unterschiedlich. Gemein ist ihnen jedoch die Liebe zu Gipfeln und Natur. So versichern die Burschen des Männerchores Sächsische Schweiz in einem ihrer Lieder, dass sie frohe Bergler sind. Die "Bergfinken" bieten das wunderschöne Lied des Regenbogens (Acrobaleno) dar. Zusammen träumen sie von der Freiheit, die auf den Bergen wohnt. Mit der "Ode an den Großen Zschand" haben die Sebnitzer einen mündlich überlieferten Text weitergetragen. Ja, und wenn der Bergsteigerchor "Kurt Schlosser" die Stimmen anhebt, dürfen die Jodler der Solisten Werner Uhlemann und Heinz Pohlmann nicht fehlen. Rundherum ein gelungenes Programm mit teilweise wenig bekannten und neuen Liedern. So mancher Schweißtropfen dürfte den Dirigenten Werner Matschke, Axel Langmann, Karl Heinz Hanicke, Ulrich Schlögel, Matthias Hieke und Wolfgang Wehmann den Nacken hinuntergelaufen sein, bis die Stimmen der 250 Männer zusammen so rein klangen, wie sie in dem gewaltigen Finale zu erleben waren. Dieses fand in dem Lied "Als Freunde kamen wir" einen Höhepunkt, der mit riesigem Applaus belohnt wurde. Verständlich, wenn die Sänger betonen: Wer die Gebirge kennen gelernt hat, wird sie nie mehr vergessen. Der Erfolg des nächsten gemeinsamen Auftritts am 1. Juni auf dem Reinhardtsdorfer Wolfsberg dürfte sicher sein.
Einen Wehrmutstropfen gab es dennoch: So funktionierten weder Fahrstuhl, noch war die Parkplatzsituation gelöst. Gerade für ältere Menschen, die an diesem wundervollen Konzert teilnehmen wollten, erwies sich dies als schwer zu meisterndes Hindernis.
|
|